Über TRP2018-02-21T12:35:33+00:00

Über Trauma Recovery Protocol

neurobiologisch fundiert & körperwahrnehmungsorientiert

TRP – Trauma Recovery Protocol ist eine neurobiologisch fundierte Methode zur Regierung und Auflösung von Stress- und Traumasymptomen, sowie zur Verarbeitung von stressintensiven und traumatischen Erlebnissen (Komplex- und Monotraumata). Dabei werden die dem Menschen  (und allen Säugetieren) innewohnenden, natürlich-biologischen Regulationsmechanismen des Autonomen Nervensystems genutzt.

TRP wurde von PhD Eric Wolterstorff entwickelt und basiert auf den Erkenntnissen von Peter A. Levine über die 5 unterschiedlichen Zustände des Nervensystems und seiner Methode, dem Somatic Experiencing (SE). TRP beinhaltet darüber hinaus grundlegende Elemente anderer psychotherapeutischer Richtungen wie systemische Ansätze, psychodynamische Übertragungsprozesse, u.a.

TRP berücksichtigt die Einflüsse der unterschiedlichen Langzeitgedächtnis-Systemen bei der Bearbeitung.

Diese Vorgehensweise gewährleistet eine nachhaltige Integration belastender Erfahrungen. Die Methode gibt alle jenen, die mit gestressten oder traumatisierten Menschen arbeiten, ein profundes Werkzeug und einfach zu erlernende Methode in die Hand.

TRP-Trauma Recovery Protocol

In der Arbeit mit TRP wird besonders viel Wert gelegt auf:

  • Aktivierung von inneren Ressourcen
  • Stärkung von Beziehungsfähigkeiten (Abgrenzung und Vertrauen)
  • Achtsamkeit und Körperwahrnehmung
  • Erweiterung der eigenregulatorischen Fähigkeiten
  • Stärkung der Resilienz

Obwohl Gedanken und Einstellungen von Stress und Trauma beeinflusst werden, ist das non-kognitive, autonome Nervensystem der primäre Ort, an dem traumatische Ladung gehalten wird, wo Symptome entwickelt werden und wo Auflösung am effektivsten ist. Traumatische Erfahrungen sind für Säugetier-Nervensysteme nichts ungewöhnliches und kann bei Tieren (Mäusen, wie Pferde, Wildtieren, Hunden, etc.), die über keine höheren kognitiven Fähigkeiten verfügen, beobachtet werden. Wir Menschen haben nahezu dieselbe Reaktion auf Stress und Trauma wie andere Säugetiere, da unsere Autonomen Nervensysteme hohe Ähnlichkeit haben. Deshalb sind gesprächs- und einsichtsbasierte Therapie-Ansätze meist weniger erfolgreich um Veränderungen bei Trauma-Symptomatiken herbeizuführen.

Wenn man sich in einer gefährlichen Situationen befindet, sei es häusliche Gewalt, ein Autounfall, ein Kriegsgeschehene oder in einer instabilen Familie mit alkoholkranken Eltern, ist es sehr zweckmäßig hypervigilant (erhöht aufmerksam), nervös, kämpf- oder fluchtbereit zu sein (oder zu kollabieren, wenn das die einzige Möglichkeit war, um zu überleben). Diese Symptome waren Überlebensreaktionen, die in einem bedrohlichem Kontext Sinn machten.

Selbst nachdem die Bedrohung vollständig verschwunden ist, kann das Autonome Nervensystem die Aktivierung in Form von Angst, Spannung, Getriebenheit, Depression und Dissoziation bewahren. Mit wenigen Ausnahmen folgen die den Säugetieren angeborenen autonomen Prozesse einem natürlichen Ablauf, um traumatische Ladungen im Organismus aufzulösen. Der Erfolg von TRP besteht darin, dass diese Lösungsprozesse, die dem Nervensystem der Säugetiere angeboren sind, gezielt aktiviert werden.

Zustand 0:     ruhig, entspannt, aufmerksam, explorationsfreudig

Zustand 1:    unruhig, körperlich angespannt,  bis leicht ängstlich, gereizt, nervös, ua.

Zustand 2:    intensive Aggression bzw. Angst bis hin zur Panik, starke Anspannung, deutliche u. kraftvolle Kampf- und Fluchtreaktionen u.a.

Zustand 3:   duale Aktivierung = sympathische Stresssymptome und parasympathische, dissoziative Traumasymptome gleichzeitig, Schwere,          Hoffnungslosigkeit, Verwirrung, Verlangsamung der Gedanken, nebelhafte Wahrnehmung u.a.

Zustand 4:   Fehlen von körperlichen Empfindungen (Dissoziation), emotionale Verflachung, Gefühle von Leere, Depersonalisationsgefühle, Gefühle von „Getrenntsein“ u.a.

Trauma Recovery Protocol ist ein phasenbasiertes Regelwerk, das ein sicheres und planvolles Arbeiten ermöglicht:

Ressourcen ist ei  Prozess mit der Absicht, die Fähigkeiten des Klienten zu steigern, positive Zustände zu fühlen. Wenn KlientInnen den Ressourcenprozess meistern, dann sind sie besser ausgerüstet, um die nachfolgende Trauma-Integrationsarbeit durchzuführen. Je besser die KlientInnen im „ressourcen“ sind, desto tiefer erlaubt ihnen das eigene Nervensystem zu den traumatisierenden Erlebnissen während der Konfrontationsphasen in den späteren Stadien der Arbeit mit zu gelangen.

Fundamentale Beziehungsfähigkeiten werden gestärkt, wie zum Beispiel die Fähigkeiten zu vertrauen und sich abzugrenzen, zu nehmen und zu geben, sich hinwenden können und sich abwenden können, u.a. Es sind Fähigkeiten, die nach einem traumatischen Erlebnis häufig beeinträchtigt bzw. geschwächt sind.

Traumasymptome bleiben so lange bestehen, wie das Nervensystem glaubt, dass die Bedrohung noch aktiv ist. Deshalb werden vor der eigentlichen Integration von stressintensiven oder traumatischen Erinnerungen, Lösungen erarbeitet, die genutzt werden könnten, wenn eine ähnliche Situation wieder auftreten würde. Sie werden solange in der Vorstellung geübt, bis das Nervensystem vom Funktionieren der Lösung überzeugt ist.

Zuerst werden jene Ereignisse durchgearbeitet, die anderen traumatischen Ereignissen am wenigsten ähneln, und insofern am wenigsten miteinander verknüpft sind. Im Integrationsprozess vergegenwärtigen sich KlientInnen die ausgewählte Belastungssituation, während willkürliche Körperbewegungen so weit wie möglich reduziert werden (Eindämmung). So können die natürlichen autonomen Regulationsprozesse möglichst ungestört ablaufen, der/die Klient/in beobachtet die damit einhergehenden Körperempfindungen. So beginnt ein Integrationsprozess, bei dem auch unvollständig gebliebene Abwehrbewegungen zu Ende gebracht werden. Der/die Klient/in  bewegt sich sequenzielle durch das traumatische Erlebnis hindurch. Auf diese Weise werden belastende Erlebnisse abschließend und nachhaltig verarbeitet.

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Resonanz und Übertragungsprozesse zwischen HelferInnen und KlientInnen

Die Konfrontation mit den Nöten von KlientInnen kann auch für den Helfer belastend sein. Phänomene wie Sekundäre Traumatisierung und Mitgefühlserschöpfung kommen in sozialen Berufen häufig vor. Wir möchten, dass Sie darauf vorbereitet sind und für Ihren anspruchsvollen Beruf gewappnet sind, egal mit welcher Methode Sie später arbeiten.

TRP berücksichtigt den Einfluß von Resonanz und Übertragungsprozessen zwischen HelferInnen und KlientInnen. Die Beschäftigung mit diesen Phänomenen und dem eigenen Selbstbild dient dem Schutz der seelischen Gesundheit der HelferInnen. Deshalb steht im Resilienztraining bzw. Basic Level – neben dem Erwerb fachlichen Wissens über Stress und Trauma – Ihre eigene Resilienz im Mittelpunkt. Damit Sie gesund bleiben und sich auch langfristig die Freude an ihrem Beruf erhalten können.

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